Dienstag, 21. Februar 2012

Ein paar Fakten über Malaysia...




Malaysia besteht aus zwei durch das südchinesische Meer getrennten Teilen. Der östliche Teil befindet sich auf der malaiischen Halbinsel, der westliche Teil findet sich auf der Insel Borneo. Der Westteil, an Thailand und den Stadtstaat Singapur grenzend, beherbergt neben der Hauptstadt Kuala Lumpur einen Großteil der rund 28 Millionen Einwohner. Das Land ist bergig und besitzt große Regenwaldsysteme. Mit 4.095 m der höchste Punkt des Landes ist der Berg "Kinabalu" auf Borneo.

© T0lk, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mount_Kota_Kinabalu.JPG

Die Hauptstadt Kuala Lumpur ist eine Millionenmetropole und stellt das witschaftliche, kulturelle und ökonomische Zentrum des Landes dar. Weltbekannt sind die "Petronas Tower", die höchsten Zwillingstürme der Welt.
Obwohl Malaysia erst 1957 unabhängig wurde, ist das Land eines der wirtschaftlich stärksten Schwellenländer der Welt. Neben dem abnehmenden Wirtschaftszweig der billigen Massenproduktion haben sich Hightech-Zentren etabliert, so die Chip - und Luftfahrtindustrie. Malaysia ist zusammen mit Indonesien Weltmarktführer für den Export von Palmöl, aber besitzt auch große Vorräte an Erdöl. Durch die gute Wirtschaftssituation etablierte sich auch eine stabile Demokratie.
Allerdings kommt der Reichtum längst nicht bei allen Bevölkerungsschichten an, besonders der Unterschied zwischen Stadt und Land ist groß. Im Durchschnitt liegen die Löhne wesentlich niedriger als in den ähnlichen aufstrebenden Ländern der Region wie Taiwan, Singapur oder Hong Kong.
Malaysia ist ein sehr multikulturelles Land, wobei 50 % der Einwohner gebürtige Malaien und 24 % Chinesen sind. Der restliche Anteil wird von indigenen Völkern und Indern, aber auch anderen Nationalitäten repräsentiert. Die Amtssprache ist Behasa Melayu, also Malaiisch. Aufgrund der langen englischen Kolonialzeit sprechen viele Einwohner Englisch als Zweitsprache.
Staatsreligion ist der Islam, dem 60 % der Bevölkerung zugehörig sind, wobei ethnische Malaien rechtlich von Geburt an diesem Glauben verpflichtet werden. Für die restlichen Bevölkerungsschichten besteht relativ uneingeschränkte Religionsfreiheit, wobei hier Buddhismus, Hinduismus und das Christentum die häufigsten Religionen sind.

Montag, 20. Februar 2012

Wie kommt man zu einem sozialen Jahr?

Der Gedanke, nach dem Abitur nicht gleich mit einem Studium zu beginnen sondern sich vorher noch zu orientieren lässt sich rückblickend auf das Ende der 10. Klasse lokalisieren. Viele Mitschüler nutzten nach dem Ende der Mittelstufe die Möglichkeit, ein Jahr lang in einem anderen Land zu leben und dort zur Schule zu gehen. Eine Großteil wählte dazu Länder wie die USA, Australien oder Frankreich, in denen die Umstellung nicht allzu groß ist und man die Sprache meist schon in ihren Grundzügen beherrscht, aber besonders beeindruckt war ich von dem Plan eines engen Freundes, 12 Monate nach Indonesien zu gehen; ein Land, welches in direkter Nachbarschaft zu Malaysia liegt und bei weitem nicht über einen so hohen Entwicklungsstand verfügt wie ein Industrieland. Anfangs noch sehr skeptisch, begeisterten mich die Erfahrungsberichte während und vor allem nach der Rückkehr. Fast schon wehmütig, eine so einmalige Chance vertan zu haben, stieß ich über das Internet und Angebote in meinem Pfadfinderstamm auf die Möglichkeit des sozialen Jahres nach dem Abitur. Das beste ist: Die Projektplätze, von unzähligen Organisationen zur Verfügung gestellt, sind durch verschiedene Bundesministerien unterstützt, erstens durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (http://www.weltwaerts.de/) und zweitens durch das Bundesfamilienministerium (http://www.internationaler-jugend-freiwilligendienst.de/ijfd/).
Im August 2011 begann ich mit der Suche nach einer geeigneten Organisation, bei der ich mich bewerben konnte. Schnell fiel mir "AFS" auf, da diese Organisation eine sehr große Anzahl an Ländern und Projekten anbot. Auch konnte man sich dort bewerben, ohne einen verbindlichen Länderwunsch angeben zu müssen, was mir zugute kam, da ich noch keine endgültigen Vorstellungen hatte, wohin ich denn gehen wollte. Die Bewerbung umfasste persönliche Daten, einen Lebenslauf und - sehr wichtig - eine Motivationsschreiben.
Einige Wochen später, in die Suche nach weiteren Projekten vertieft, erhielt ich die auf meine Bewerbung folgende Einladung zu einem Auswahl-und Informationswochende von AFS in Rotenburg an der Fulda. Die erste Hürde war also genommen.


Voller Erwartungen also machte ich mich auf nach Rotenburg in die dortige Jugendherberge, in welcher das Auswahlseminar stattfand. Einige bleibende Eindrücke: Unglaublich offene und nette Leute, die trotz der eindeutig bestehenden Konkurrenz in kürzester Zeit zu einer vertrauten Gruppe zusammenwuchsen; Viele Informationen zu Projekten und Ländern; Gehörige Anspannung bei den Einzelinterviews; Interessante Diskussionsrunden. Ich persönlich hatte bezüglich der Auswahl nach dem Wochenende kein gutes Gefühl, da es mir etwas schwer fiel, mich sofort voll zu öffnen und meine anfängliche Schüchternheit schon in den ersten Stunden zu überwinden. So überraschte es mich nicht, dass ich zunächst nur einen Nachrückerplatz für das Programm IJFD bekam. Als dann aber einen Tag vor meiner praktischen Fahrprüfung :-) plötzlich doch die Zusage für das Land Malaysia stand, war die Freude umso größer. Immerhin war Malaysia mein Wunschland gewesen; ich hatte durch das Anfertigen einer Raumanalyse in Geografie über das Land und seine Bevölkerung ein gutes Vorwissen. Besonders fasziniert mich an Malaysia die multikulturelle Gesellschaft, dazu aber später mehr.
Zunächst war eine Umfangreiche Bewerbung zu vervollständigen, um die Auswahl eines Projektes zu erleichtern. Dies wird auch der nächste Schritt sein - das Warten auf eine Projektzusage. Natürlich werde ich Neuigkeiten diesbezüglich baldmöglichst veröffentlichen. Richtig geraten, auf diesem Blog. Schaut vorbei...

Ein soziales Jahr in Südostasien


Manchmal wirkt es doch etwas unwirklich. Nach fast 18 Jahren in wohlgeordneten Schulverhältnissen steht für mich ein denkbar unsanfter Sprung ins Erwachsenenleben bevor - ein soziales Jahr in Malaysia. Elf Monate lang werde ich bei einem Projekt helfen und das Leben in Malaysia kennen lernen. Und gerade weil es so anders wird als alles, was ich bisher erlebt habe, überwiegt bei mir die Vorfreude über den Ungewissheiten. Die Möglichkeit, tatsächlich zu helfen und sich persönlich weiterzuentwickeln - beides bietet dieses Jahr.

In diesem Blog werde ich in regelmäßigen Abständen Neuigkeiten veröffentlichen; dies wird in Form von Erfahrungsberichten, Bildern und eventuell auch Videos geschehen. Ich hoffe, dass ich durch meine Beiträge Interesse für das Land und die Projekte wecken kann. Auch hoffe ich, den ein oder anderen jüngeren Leser zum Absolvieren eines sozialen Jahres motivieren zu können.

Schaut regelmäßig vorbei unter














Moritz B.