Sonntag, 10. Juni 2012

1. Zwischenstand

Langsam wird es auch in Deutschland wieder warm, und fast, als wäre der Temperaturanstieg ein Wegweiser auf die Zukunft, so rückt auch meine Abreise nach Malaysia immer näher. Mitte Juli soll es los gehen. Und bis dahin ist noch so manches zu tun.

Da wäre zunächst mein endlich fertig geplantes Impfprogramm und am morgigen Tag vollendetes Impfprogramm, welches mich gegen die Gefahren der Halbinseln wappnen soll. Gegen Typhus, Japanische Enzyphalitis und Tollwut sowie Cholera muss man sich prophylaktisch immunisieren lassen, was sich durch mehrere Impfungen erledigen lässt. So benötige ich für eine Tollwutabwehr 3 Impfungen in einem streng festgelegten Zeitrahmen. Die normalen Unannehmlichkeiten, die eine Impfung mit sich bringt, nämlich die verwendete Zeit und die 2-3 Tage anhaltenden leichten Schmerzen im Muskel, werden sofort relativiert durch einen Blick in die Symptomatik der zu immunisiernden Krankheit - wirklich, da ist man froh, sich impfen lassen zu können. :-)

Eine Frage, die ich immer häufiger gestellt bekomme und welche mich auch immer in Anbetracht der baldigen Abreise beunruhigt, ist, was ich denn nun eigentlich in Malaysia für eine soziale Tätigkeit ausüben werde.

Wie gerne ich es erstmal selber wüsste.


Ja, in der Tat. Keine 6 Wochen mehr bis zum Abflug von Berlin Tegel, und noch immer habe ich kein Projekt zugewiesen bekommen. Geschweige denn eine Gastfamilie. AFS Malaysia ist leider immer noch im Prozess der Koordinierung und Planung.
Das bringt Probleme mit sich. Zunächst belastet es mich persönlich, weil ich mich nicht wirklich auf das Kommende einstellen kann. Zwar wurde die Möglichkeit einer sehr kurzfristigen Zuteilung auch auf dem Auswahlseminar betont, aber natürlich wäre es mir sehr viel lieber, schon jetzt bescheid zu wissen. Besser ein verpflichtendes Projekt vor Augen, was einem nicht 100% gefällt, als die Ungewissheit. Aber gut, man kann es auch als Test und als Training von Spontanität und dem Umgang mit Unerwartetem nehmen; Fertigkeiten, die ich sicherlich in Malaysia brauchen werde.
Ein weiteres Problem ist, dass sich aus dem Fehlen endgültiger Information ergibt, ist, dass ich nicht wirklich offen auf mögliche Unterstützer zugehen kann, um meinen Spenderkreis zu vervollständigen, da ich kein konkretes Projekt vorweisen kann. Ich finde, ein Spender sollte genau wissen, was er unterstützt. In diesem Sinne nochmal vielen Dank an meine bisherigen Spender, die in diesem Punkt vertrauen schenken und zumindest diese Seite des Problems teilweise beheben!


Was ist noch zu tun? Von AFS habe ich ein nettes Dokument bekommen, in welchem die Grundzüge der malaiischen Sprache vorgestellt werden. Klar, bis 10 zählen und ja und nein sagen sowie nach Essen verlangen können - das wär schon nicht schlecht. Zwar ist "bahasa melayu" ein relativ leicht zu erlernende Sprache mit vergleichsweise simpler Grammatik, aber wie gesagt. Eine gewisse Vorbildung kann nicht schaden. Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag ein paar Vokabeln zu lernen. "Saya belajar bahasa melayu". Und mein guter Freund Felix, der in Indonesien war, hilft mir gerne weiter, da sich Indonesisch und Malaiisch fast aufs Haar gleichen. :-)

Nun denn, das war es zunächst mit zu erledigenden Dingen. Ich hoffe, mich bald mit einem endgültigen Projekt zurückmelden zu können.

Bis dann!








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